Eine zivile Infrastruktur für Resilienzfragen, die gemeinsames Handeln erfordern
Viele der Belastungen, die das öffentliche Leben prägen, werden bereits intensiv diskutiert und sind zumindest teilweise verstanden. Schwieriger bleibt es, aus diesem Bewusstsein gemeinsame Handlungsfähigkeit entstehen zu lassen.
Verantwortung ist verstreut, gute Praxis bleibt oft lokal, und Spannungen werden im vertraulichen Gespräch benannt, aber in der Öffentlichkeit abgeschwächt.
Am Teufelsberg arbeiten wir mit Spannungen, die in Berlin spürbar werden, aber mit größeren Systemen verbunden sind: Energie, KI und Wasserverbrauch; Wohnen und Klimaanpassung; Frieden, Sicherheit und sozialer Zusammenhalt.
Resilienz bedeutet hier mehr, als den nächsten Schock zu überstehen. Es geht darum, zu schützen, was zählt, Veränderungen vorauszusehen, Konflikte zu bearbeiten und die Grundlagen zu stärken, von denen öffentliches Leben abhängt.
Das Public Vitality Camp schafft einen Arbeitsraum für Resilienzfragen, die Institutionen, Communities und Sektoren zugleich betreffen.

Drei Tage, zwei Orte, eine gemeinsame Reise
Donnerstag, 17.9.2026
Teufelsberg Berlin
Ankommen und die Lage öffnen
Der gemeinsame Weg auf den Berg bildet den Übergang aus dem Alltag.
Nach dem Welcome arbeiten fünf parallele Sessions mit der Geschichte, Landschaft und besonderen Atmosphäre des Teufelsbergs.
Der Weg hinunter schafft Raum, das Erlebte einzuordnen.
Freitag, 18.9.2026
Medulla Berlin
Vertiefen und Verbindungen herstellen
Mitten in der Stadt werden einzelne Fragen weiterbearbeitet und ihre Zusammenhänge sichtbar gemacht: von Klimarisiken und Wasser bis zu Sorge, Ernährung und alltäglicher Widerstandsfähigkeit.
Am Abend führt die Field Assembly die unterschiedlichen Arbeitsstränge zusammen.
Samstag, 19.9.2026
Teufelsberg Berlin
Erproben, verdichten und weitertragen
Das Camp kehrt auf den Berg zurück.
Fünf Sessions arbeiten an konkreten urbanen Herausforderungen.
In der Closing Session werden Erkenntnisse, Beziehungen und mögliche nächste Schritte zusammengeführt und anschließend gemeinsam zurück in die Stadt getragen.
Der Prozess
Sondieren
Transdisziplinäre Allianzen aufbauen
Camping
Labor für Public Vitality und kulturelle Diplomatie
Integrieren
Von Impulsen zu Strukturen und langfristiger Pflege
100 Tage vorher
- Verwaltung trifft Zivilgesellschaft
- Wissenschaft trifft Nachbarschaft
- Sicherheit trifft Kultur
- Wirtschaft trifft Aktivismus
Drei Tage am Teufelsberg
- Erzählformate und Rituale
- Workshops und Ideathons
- Spaziergänge und Diskurse
- Prototyping und Allianzen
100 Tage danach
- Verantwortlichkeiten klären
- Mikroinfrastrukturen festigen
- Arbeit im Bezirk verankern
- Erkenntnisse für Bioregionen und weitere Kontexte dokumentieren
Mit Spannungen arbeiten
Viele öffentliche Herausforderungen werden als Koordinationsprobleme bezeichnet. Häufig handelt es sich um Konflikte.
Mandate widersprechen einander. Risiken sind ungleich verteilt. Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit, Verantwortung und davon, was geschützt werden sollte.
Das Camp macht diese Spannungen sichtbar und bearbeitbar.
Eile kann sorgfältige Abwägung erschweren. Resiliente Communities können eigene Handlungsmacht entwickeln – oder als Begründung dafür dienen, öffentliche Verantwortung zurückzuziehen. Effizienz kann Fähigkeiten abbauen, die sich in einer Krise als unverzichtbar erweisen.
Diese Spannungen sind kein Nebenthema. Sie sind die eigentliche Arbeit.
Was bringt dir die Teilnahme?
Das Camp richtet sich an Menschen, die etwas Reales mitbringen: eine schwierige Spannung, eine bevorstehende Entscheidung, eine Praxis, die Unterstützung verdient, oder eine Frage, für die der gewohnte Rahmen nicht mehr ausreicht.
Das Camp kann helfen, die Frage zu schärfen, blinde Flecken sichtbar zu machen, hilfreiche Allianzen aufzubauen und einen Weg zu einem Test, einer Vereinbarung oder einer längerfristigen Zusammenarbeit zu öffnen.
Komm mit der Bereitschaft, eigene Annahmen zu prüfen, neue Perspektiven kennenzulernen und die eigene Rolle in den nächsten Schritten klarer zu sehen.